Gänsehirte 
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Registration Date: 05.05.2009
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Herkunft: Geiselbach
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| Rasseporträt der Fränkischen Landgans |
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Hi
ich möchte hier ein Rasseporträt der Fränkische Landgans erstellen.
Alle Züchter sind eingeladen, hier Bilder und Erfahrungsberichte reinzustellen.
Hier eine Beschreibung:
Diese Rasse gibt es wahrscheinlich schon lange,nur hat man sie nie als rasse gezüchtet.Doch Ernst Mensinger hatte einen Kennerblick für die verschieden gefärbten Gänse die in seiner fränkischen Heimat in den Auen und auf den Flussinseln des Mains lebten.Man könnte denken das sie dort über Jahrzehnte fast wild lebten,aber doch hatten die angrenzenden Bauern immer ein Auge auf sie und suchten zum Martinstag und vor dem Weihnachtsfest Tiere aus ,die geschlachtet werden sollten.Gute Zuchttiere,die ihre Jungen aufmerksam behüteten wurden über die Jahre geschont.Ich glaube sogar,diese Bauern waren die besseren Züchter mit ihrer Auswahl und der natunahen Zucht.Zur Zucht wurden nur die Tiere verwendet,die am vitalsten waren,oft wurden sie über mehrere Jahre behalten.Wenn so eine Gans im Jahr ihre 12 Gössel aufzog,hatte sie ihr Zubrot auch im Winter verdient.Denn wenn der Winter streng war wurde abends etwas zugefüttert.
Wie alles begann
Aus diesen Landgänsen suchten Ernst Mensinger und sein Mitarbeiter Martin Wirsching mit Kennerblick zielgerichtet Tiere aus,verpaarten diese und konnten erste ausgesuchte Nachzuchttiere 2002 in Hannover in beeindruckender Qualität im Sichtungsverfahren präsentieren.Da die Qualität überzeugte,kamen sie schon im nächsten Jahr ins Zulassungsverfahren.So stellte Ernst Mensinger zur Dt. Junggeflügelschau 2003 10 Tiere aus,darunter 1,2 alt und erreicht 4x sg,eine 0,1 jung erhielt sogar 95 Punkte.damit stand einer Anerkennung als Rasse nichts mehr im Wege.
Da der Ernst Mensinger sofort für Verbreitung sorgte ,wurden schon im ersten Jahr nach der Anerkennung von 3 Züchtern 16 Tiere in Hannover gezeigt.Es verbreitete sich schnell ,dass sie eine Rass sind,die eine schöne Portionsgrösse für eine Familie hat und vor allem selbst brütet und die Gössel vorzüglich aufzieht,so das 2005 in Hannover von 6 Ausstellern stolze 30 Tiere gezeigt wurden.Der Erzüchter Ernst Mensinger konnte dabei auf eine Gans die Höchstnote erreichen.
So einen steilen Aufstieg hat meines Wissens noch keine, neu anerkannte Gänserasse erlebt.Heute sind die Fränkischen Landgänse schon so verbreitet,dass auf fast jeder Schau,mit grösseren Kollektionen an Wassergeflügel,auch Fränkische Landgänse gezeigt werden.Das ist ein Zeichen der guten Verbreitung,aber leider müssen wir auch feststellen ,dass eine Tendenz zu immer leichteren Tieren unübersehbar ist,was auch Wägungen ergeben haben.Wenn auch vorwiegend feinste Formtiere mit prima Farbe vorgestellt werden,so sollte man die Tiere ,die unter dem Standardgewicht liegen nicht hoch auszeichnen.Der Bundes-Zuchtausschuss hat die Gewichte der Tiere während der Anerkennung erfasst und danach das Standardgewicht von 5 bis 6 kg für den Ganter und 4 bis 5 kg für die Gans festgelegt.Heute ergeben Gewichtskontrollen leider oft das die Tiere bis zu 1,5 kg zu leicht sind.Dabei bedauere ich besonders das unsere Preisrichter das nicht sehen und in die Kritik einfließen lassen.Wenn das gefordete Gewicht nicht vorhanden ist,kann ein tier niemals mit hohen Noten rechnen.Wir wollen keine blauen Elsässer!! Immerhin sieht der Standard für zu kleine Tiere dies als groben Fehler vor.
Brut und Aufzucht
Wer eine nicht zu große Brutgans sucht,für den ist diese Rasse das richtige.Die Gänse legen meist 12 bis 15 Eier und brüten sie auch selbst aus,darauf sind sie schon lange selektiert worden und das sollte man auch in Zukunft beibehalten.Dennoch sollte es den Gösseln in den ersten 6 Wochen nicht an Zusatzfutter fehlen,da hilft die beste Weide mit der Mutter nicht,um entsprechend wachsen zu können.Bei einer guten Weide sind sie zwar gesund und munter ,aber das Wachstum fehlt,wenn man nicht entsprechend zufüttert.Hier sind mehrere kleine Mahlzeiten immer besser als eine große.Dabei sind Mineralstoffe sehr wichtig ,die Vitmine kommen übers Grün,wenn es eine gute Weide ist.Zudem sollte man wenigstens eine gewisse Menge an Kraftfutter gleich was,mit zufüttern,nur so ist das Endgewicht zu erreichen.Wenn die Züchter das und die entsprechenden Endgewichte beachten,wird auch diese schöne Gans weiterhin ihren weg gehen.
(Quelle Fritz Schöne Geflügelzeitung 24/2008 )
Hier der Standard:
Rumpf: Mittellang, breit, gut gerundet; möglichst waagerechte oder nur geringfügig abfallende Körperhaltung.
Rücken: Mittellang, verhältnismässig breit mit gut eingebauten Schultern.
Brust: Breit, voll ausgerundet, leicht angehoben getragen.
Bauch: Gut ausgeprägt, glatt oder mit kleiner Einfachwamme.
Kopf: Relativ kurz, mit leichtem Stirnansatz; Oberkopf gerundet, Kehle ausgerundet.
Schnabel: Kurz, nicht allzu kräftig, orangefarbig mit heller Bohne.
Auge: Goldbraun, oranger Auzgenrand.
Hals: Mittellang, kräftig, nahezu gerade oder nut wenig gebogen.
Flügel: Gut anliegend, nicht über das Schwanzende hinausragend; nicht oder nur leicht kreuzend.
Schwanz: Relativ kurz, gut geschlossen und mit dem Rücken eine gerade Linie bildend.
Schenkel: Wenig sichtbar, muskulös und gut entwickelt.
Läufe: Kräftig, knapp mittellang, orange, Krallen hellhornfarbig.
Gefieder: Straff, dicht, fest anliegend.
Quelle: meiertanja.com
Gruß Manuel
Hier ein Bild meiner Gössel, als sie einen Tag alt waren.
Gänsehirte has attached this image (reduced version):
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Züchte:
Fränkische Landgänse hellblau
Zwergenten schwarz
Fränkische Landgänse hellblau-gescheckt
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09.05.2009 19:29 |
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Gänsehirte 
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Registration Date: 05.05.2009
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09.05.2009 19:31 |
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Gänsehirte 
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Registration Date: 05.05.2009
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09.05.2009 19:42 |
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Jannik
Routinier
 
Registration Date: 15.01.2009
Posts: 251
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Herzlichen Glückwunsch
Gruß Jannik
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02.11.2009 13:19 |
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Gänsehirte 
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Registration Date: 05.05.2009
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Hi
ich habe selbst mal einen Bericht über die Fränkische Landgans geschrieben.
Fränkische Landgans
Die Fränkische Landgans gibt es schon seit vielen Jahrzehnten. Zu dieser Zeit wurde sie von den Bauern morgens zum Main gelassen und erst abends in den Stall zurück gebracht. Sich selbst überlassen suchten sich die Gänse ihr Futter selbst. Nur im Winter wurde gelegentlich zugefüttert. Aus diesem Grund ist die Fränkische Landgans eine recht selbstständige Rasse, die sich bei genügend Weide ihr Futter selbst sucht und dadurch nur wenig Zufutter braucht. Außerdem wurde immer auf einen guten Bruttrieb geachtet, denn die Bauern hatten keine Zeit die Eier künstlich zu erbrüten, falls es überhaupt schon Brutmaschinen gab. Die Gänse hatten einen ausgesprochen guten Brutinstinkt, führten ihre Gössel immer problemlos und wussten sich gegen Angreifer zu verteidigen. Darauf legten die Bauern sehr viel Wert, denn eine selbstständige Gans, die nur wenig Zufutter benötigt und trotzdem viele Gössel aufzieht machte nur wenig Arbeit und man konnte mit geschlachteten Tieren noch etwas dazu verdienen. Es gab sie in allen Farben, so dass jeder Züchter seine Tiere wieder erkannte. Blau, braun, grau, gescheckt und schimmel gab es, dennoch wurde diese Rasse durch die vielen neuen Mastrassen immer weiter verdrängt. Die alten Bauerngänse, welche ein Lebendgewicht von 4 bis 6 Kilogramm haben und sich weitgehend selbst überlassen werden konnten, waren nicht mehr gefragt. Es kamen neue Mastrassen. Diese waren viel schwerer, konnten nicht fliegen und konnten sehr schnell auf ein hohes Gewicht gemästet werden. Diese Tiere besaßen keinen Bruttrieb mehr, denn den brauchte man nicht mehr. Die Gössel wurden von großen Industrien gekauft.
Zum Glück gab es trotzdem immer noch Personen, die die Eigenschaften der Fränkischen Landgans zu schätzen wussten. Diese züchteten immer weiter und bewahrten diese schöne Rasse vor dem Aussterben. Dabei war ihnen die Farbgebung der Gänse egal. Selbstständig mussten sie sein. Trotz guter Flugfähigkeit, die sie in der freien Haltung benötigten, waren die Tiere immer Standorttreu.
Die Wende
Als plötzlich ein Züchter diese Rasse entdeckte, beschloss er diese auch für Ausstellungen interessant zu machen und somit die Rasse wieder weiter zu verbreiten. Ernst Mensinger suchte sich einige Tiere heraus. Durch die hervorragende Qualität der Tiere, waren sie sehr schnell anerkannt. Sie fanden schnell reges Interesse und sind mittlerweile nicht nur im ursprünglichen Franken verbreitet, sondern in ganz Deutschland und noch weit über die Grenzen hinaus. Den Grundstock für die „neue Herauszüchtung“ bildeten vier Ganter und acht Gänse. Heute ist es eine der am meisten gezüchteten Gänserassen.
Kleine Schieflage
Leider ist der Trend der heutigen Züchter zu immer kleineren Tieren sehr groß. Dieser Irrweg muss ein Ende haben, denn es werden keine Zwerggänse gewünscht, sondern große, gut gerundete Bauerngänse. Früher machte eine geschlachtete Gans auch eine Familie satt. Bei vielen Tieren ist das heute nicht mehr der Fall.
Wie jede Gänserasse wurde auch die Fränkische Landgans auf ganz bestimmte Eigenschaften selektiert. Bei dieser Rasse war es die gute Fruchtbarkeit, sehr gut ausgeprägter Brutinstinkt und Gösselführigkeit. Außerdem mussten die Tiere sehr wachsam sein, da sie sonst Raubtieren zum Opfer gefallen wären. Ihre Gössel verteidigen Fränkische Landgänse sehr gut. Vor ihnen schrecken selbst manche Hunde zurück.
Auch wenn nur der blaue Farbenschlag anerkannt ist, sollte man die vielen weiteren Farben nicht vergessen. Bestimmt werden diese Farbenschläge auch bald in den Ausstellungskäfigen zu finden sein.
Farbenschläge:
Blau (seit 2004 anerkannt)
Grau
Braun
Weiß
Gelbhals
Gelbschimmel
Blau-Gescheckt
Grau-Gescheckt
Braun-Gescheckt
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Züchte:
Fränkische Landgänse hellblau
Zwergenten schwarz
Fränkische Landgänse hellblau-gescheckt
This post has been edited 1 time(s), it was last edited by Gänsehirte on 16.03.2010 16:31.
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16.03.2010 16:29 |
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Jannik
Routinier
 
Registration Date: 15.01.2009
Posts: 251
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Hallo Manuel,
vielen Dank für diesen Bericht, gelungen , wie ich meine, doch gelten meine Gedanken auch denen, die nicht genannt werden wollen.
Ernst Menzinger war nicht der Einzige, der sich um die Fränkische Landgans verdient gemacht hat. Herr Menzinger hat die Gans zwar auf die Schauen gebracht, doch wo wäre er gewesen, wenn nicht einige wenige die letzten Tiere auf ihren Höfen erhalten hätten.
Ein kleines Beispiel dafür, dass Schauen nicht alles sind.
Eine wunderbare Landgansrasse konnte so erhalten werden.
Gruß Jannik
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16.03.2010 16:52 |
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Jannik
Routinier
 
Registration Date: 15.01.2009
Posts: 251
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Hallo Manuel,
na da hast Du aber ein Juwel an Frankengans erwischt.
Vor allem an Genetik. Du weißt ja schon, dass die Frankengans früher in sehr vielen Farbenschlägen gehalten wurde. Was hat man Dir über die Elterntiere gesagt?
Wie wirst Du sie verpaaren?
OK ich bin wieder total neugierig.
Aber ich denke schon wieder einen Schritt weiter.
Auf jeden Fall Glückwunsch und Gruß Jannik,
der sich schon auf die Bilder der Nachzuchten freut.
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04.09.2010 22:15 |
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Gänsehirte 
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Registration Date: 05.05.2009
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08.09.2010 09:41 |
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