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SV d. Z. der Kastilianer und Zwerg-Kastilianer

Christopher Hiebel, Wüstlautenbach 12, 55743 Idar-Oberstein
Tel.: 0171 - 2639928
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Geschichtliches

Im "Großen Geflügelstandart" des Verlages Örtel & Spörer findet sich folgender Hinweis: "In Spanien wurden die Kastilianer (Castellana negra) schon von den Mauren im Süden des Landes vor ca. 850 Jahren als Rassehuhn gezüchtet. Sie heißen daher in einzelnen spanischen Landbezirken noch heute ´Muros` oder ´Moruna`. In Deutschland wurde die Rasse 1955 durch den Chirurgen Dr. Zielke (1970 verstorben) eingeführt. Eine Musterbeschreibung wurde 1952 vom Verband der Spanier-Rassegeflügelzüchter neu festgelegt." Man kann davon ausgehen, dass der "Rohbau" der Kastilianer mindestens 2000 Jahre alt ist.

Außer dem Importeur Dr. Zielke, der seinen Narren am Eichhörnchenschwanz und den großen, bis 80 g schweren Eiern gefressen hatte, glaubte 1955 sicher niemand daran, dass die Kastilianer die heutige Verbreitung in Deutschland erlangen würden. Landwirtschaftsrat Wolfgang Paleske, Bad Oldensloe (1982 verstorben) war eher entsetzt als begeistert beim ersten Anblick dieser "schwarzen Teufel", wie sie ein schleswigholsteinischer Bauer wegen ihres ungestümen Freiheitsdranges und Temperaments einmal nannte. W. Palleske: "Außer dem steilen, wie bei einem Eichhörnchen fast bis zum Kopf gezogenen Schwanz und der schwarzen Farbe konnte man keine Einheitlichkeit feststellen". Und doch war er es, der die Anerkennung beim Zuchtausschuß des BDRG erreichte.

Nachdem die damaligen Züchter etwas mehr Einheitlichkeit in die Rasse gebracht hatten und fleißig in Hannover ausstellten, wuchs der Kreis der Interessenten. Am 04.06.1969 gründten daraufhin 7 Züchter in Ahrensburg/Holstein den Sonderverein der Züchter des Kastilianerhuhnes.

Lehrbrief

 

Lange konnte man sich im Sonderverein nicht auf die "richtige" Schwanzhaltung der Kastilianer einigen. Die eine Richtung wollte den Eichhornschwanz, die andere plädierte für "elegante" Schwanzübergänge.

Der Standart weist heute den Weg: "Fast im rechten Winkel getragen", heißt es dort, und bei den Zwergkastilianern "fast senkrecht". In beiden Standarts steht unter grobe Fehler "zu flach getragener Schwanz".

Bei der Augenfarbe sagt der Standart "rehbraun". Schwarze oder gelbliche Augenfarbe ist abzulehnen. Die Walzenform ist noch kein absolutes Allgemeingut. Noch immer finden wir, vornehmlich bei den Hennen, Typen, die zum Kasten neigen, allerdings in der Minderzahl.

Der Grünlack ist in den letzten Jahren verbessert worden, besonders die Hähne zeigen ihn sehr schön leuchtend. Aber gerade bei ihnen finden wir in den Sicheln und auf den Schwingen bläulichbronzefarbene Streifen, die natürlich verschwinden müssen.

Die Beinfarbe muß Dunkelschieferfarben sein.

Da sowohl die Köpfe der Hähne als auch die der Hennen sehr verbessert sind (Wickelkämme bei den Hennen haben heute auf den Schauen keine Chance mehr), kann man insgesamt von einer verhältnismäßigen Ausgeglichenheit bei den Kastilianern sprechen. Dies bringen auch die Fachberichterstatter zum Ausdruck.